Archive for the ‘Sport & Fitness’ Category

Baseball wird auch in Deutschland immer beliebter

Montag, August 30th, 2010

Was hier zu Lande für viele der Fußball, wird in den Vereinigten Staaten vom Baseball repräsentiert. Der beliebteste amerikanische Volkssport hat eine lange Tradition und seine Ursprünge findet man im englischen Kricket. Zwei gegnerische Teams mit jeweils neun Spielern werfen und schlagen einen kleinen Ball mit einem Durchmesser von etwa 7,5 Zentimetern abwechselnd über ein keilförmiges Spielfeld. Fangen, Werfen und Schlagen sind Hauptbestandteile dieses Spieles. Dabei kommt dem Baseballschläger große Bedeutung zu, denn mit seiner Hilfe soll der Ball für die eigenen Mitspieler so geschlagen werden, dass die gegnerischen Spieler den Zielpunkt nicht erreichen können, bevor der Ball gefangen wurde. Keine ganz leichte Aufgabe und natürlich spielt die Qualität des Schlägers für die Ausführung der Schläge eine große Rolle.

Deshalb ist es außer ordentlich wichtig, den passenden Schläger zu erwerben. Angebote gibt es viele, aber nicht jedes Angebot ist für jeden Spieler optimal. Neben der richtigen Länge des Baseballschlägers, die immer auf die Größe des einzelnen Spielers abgestimmt sein sollte, ist das Material von Bedeutung. Der klassische Baseballschläger war und ist aus Hartholz und hier wird heute bevorzugt das Holz der Esche verwendet. In den oberen Ligen in Amerika, aber auch in Deutschland dürfen ausschließlich Schläger aus Holz verwendet werden. Mittlerweile gibt es Schläger auch aus Aluminium Legierungen, die oft in den unteren Spielklassen zugelassen werden. Neben der längeren Haltbarkeit sind Baseballschläger aus Aluminium sind zum Beispiel für Softbälle leichter zu handhaben, da sie weniger vibrieren. Der Holzschläger sollte mit einer haltbaren, robusten Lackierung besonders an der Schlagfläche versehen sein.

Muskeltraining für Fußballer

Freitag, August 6th, 2010

Ausdauertraining und Muskelaufbau sind das A und O für einen Fußballer, das weiß jedes Kind. Nicht nur die richtigen Techniken im Spiel sind ausschlaggebend. Wer eine schlechte Kondition hat und deshalb kein neunzigminütiges Spiel durchhält, muss ein bisschen an seinem Körper arbeiten. (weiterlesen…)

Vorbereitungen auf die Bundesligasaison 2010/11

Dienstag, Juli 27th, 2010

Am 20.08. ist es wieder so weit: die Bundesliga wird in ihre nächste Saison starten. Schon am ersten Spieltag kommt es zu interessanten Begegnungen, die mit Spannung erwartet werden können. Bayern München und der VFL Wolfsburg bestreiten das Eröffnungsspiel.

Bayern-Trainer Van Gaal hat nicht nur an Ribery festgehalten, sondern auch an anderen Schlüsselspielern wie etwa Lahm oder Schweinsteiger. Ihm geht es nicht so sehr darum, viele neue Spieler dazu zu holen, sondern vielmehr darum, das Potential des vorhandenen Kaders auszuschöpfen. Nur für die Defensive scheint man sich noch nach Verstärkung umzusehen.

Heftig umworben ist derzeit Schweinsteiger, nicht zuletzt wegen seiner Leistungen bei der WM 2010 in Südafrika. Sein Vertrag läuft noch bis 2012, und es scheint, als werde Schweinsteiger ihn erfüllen. Doch der Reiz, ins Ausland zu gehen, ist ebenfalls da. Man wird sehen, ob er ihm nicht doch noch erliegen wird.

Der VFL Wolfsburg hat derweil ein Machtwort in Sachen Dzeko und Misimovic gesprochen. Torjäger Dzeko wäre gern zum AC Mailand gewechselt. Doch da bis Ende Mai kein Gebot eingegangen war, muss er nun den Vertrag in Wolfsburg erfüllen. Seine Aussagen dazu hörten sich ein wenig wie eine Ankündigung zur Arbeitsverweigerung an, aber angeblich habe er es nicht so gemeint. Misimovic hätte sich gern auf europäischer Bühne präsentiert und liebäugelte daher mit einem Wechsel zu Schalke 04. Doch ein konkretes Angebot gab es nicht, weshalb er ebenfalls in Wolfsburg bleiben muss.

Auch die anderen Paarungen dieses ersten Spieltags haben es durchaus in sich. So empfängt Borussia Dortmund Bayer 04 Leverkusen und der Hamburger SV hat Schalke 04 zu Gast.

Schalkes Vorbereitung läuft derzeit nach Maß. So wurde gerade mit einem 2:0 gegen den bulgarischen Erstligisten PSFC Tschernomorez Burgas der neunte Sieg im zehnten Testspiel eingefahren. Und bis zu diesem ersten Spieltag werden sich Hamburg und Schalke sicher auch darauf geeinigt haben, bei welchem der beiden Vereine Westermann künftig spielen wird.

Mainz 05 trifft auf den VFB Stuttgart. Bei einem Testspiel gegen Alemannia Aachen, das 4:0 gewonnen wurde, musste Mainz‘ Keeper Müller wegen Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden. Im Hinblick auf das Duell gegen Stuttgart würde dies einen herben Verlust darstellen.

Der Transfer Elsons, der nach langem Hin und Her zwischen dem VFB Stuttgart und Hannover 96 nun endlich zu Hannover 96 wechseln sollte, ist nach dem Ergebnis der abschließenden sportärztlichen Untersuchung jetzt doch noch geplatzt. Der Innenbandriss im linken Knie ließ die Hannoveraner zurücktreten. So verbleibt Elson in Stuttgart. Sein Schicksal ist ungewiss, denn Stuttgart plant derzeit nicht mit ihm.

Werder Bremen tritt bei 1899 Hoffenheim an. Hoffenheim hat den 19jährigen Zuculini an den CFC Genua 1893 verliehen. Von 700.000 Euro Leihgebühr und einer Kaufoption über rund 6 Millionen Euro ist die Rede.
Der 1. FC Nürnberg reist zu Borussia Mönchengladbach. Der 1. FC Köln empfängt den 1. FC Kaiserlautern. SC Freiburg hat FC St. Pauli zu Gast. Und Hannover 96, das zuletzt ein Vorbereitungsspiel gegen Roter Stern Belgrad 2:3 verlor, trifft auf Eintracht Frankfurt, die hingegen alle fünf bisherigen Testspiele – das letzte gegen Racing Straßburg – gewann.

Trotz Erfolg nur mäßige Einnahmen

Dienstag, Juli 27th, 2010

Obwohl die deutsche Frauennationalmannschaft gerade zum siebten Mal Europameister geworden ist und zweifacher und amtierender Weltmeister ist, ist es für den Deutschen Fußballbund (DFB) immer noch ein Zuschussgeschäft. Jüngst forderte auch DFB-Präsident Theo Zwanziger, dass sich daran dringend etwas ändern müsse. Nicht nur national, sondern auch international. Besonders die Fernsehvermarktung laufe schlecht, und dass obwohl immerhin acht Millionen Fernsehzuschauer das EM-Finale in Helsinki verfolgten.

Die Anerkennung in der Bevölkerung ist im Laufe der Zeit und mit den Erfolgen gewachsen. Zwar können die Damen in der Beliebtheit noch lange nicht mit den Männern mithalten, aber zumindest haben sie die Zeiten hinter sich gelassen, in denen sie pauschal als „lesbische Mannsweiber“ beschimpft und verhöhnt wurden. Heute wird mangelndes Interesse höchstens mit „weniger Dynamik, Athletik und Tempo“ im Vergleich zum Männerfußball begründet. Ansonsten schließt der Frauenfußball immer mehr zum Männerfußball auf, was Technik, Spannung und Organisation anbelangt. Somit hat er inzwischen seine Fans und seine Daseinsberechtigung – nicht zuletzt durch den Erfolg auf nationaler Ebene.

Einen Tag nach dem 6:2-Sieg im EM-Finale über England in Helsinki wurden die deutschen Spielerinnen in Frankfurt am Main von fast 10.000 Menschen begeistert empfangen und gefeiert. Die Anerkennung durch die Bevölkerung ist also da – und die Frauen müssen sich in Sachen Fußball keineswegs mehr verstecken.

Nur mit der Vermarktung hapert es eben noch. Dies liegt vor allem an den bereits angesprochenen Medien. Mehr Medienpräsenz und vor allem Fernsehpräsenz würden nicht nur TV-Gelder und Prämien bedeuten, sondern auch andere Sponsoren anziehen. Immerhin konnte man mit der Deutschen Bahn jüngst einen sechsten nationalen Förderer für die erste Frauen-WM in Deutschland gewinnen.

Vielleicht wird diese WM, die vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 in neun deutschen Städten stattfinden wird, generell einiges in Bewegung bringen, was längst überfällig ist. Immerhin ist Deutschland hinter den USA die Nummer Zwei in der Fifa-Weltrangliste. Dessen sollten sich auch die Medien bewusst werden und durch eine entsprechende Berichterstattung nicht nur die Akzeptanz weiter steigern, sondern auch mehr Sponsoren aufmerksam machen.

Es gibt heute weitaus mehr Mädchen, die Fußball spielen, und es ist auch nichts mehr Ungewöhnliches, wenn ein Mädchen dies als Hobby angibt. Auch in anderen Bereichen gleicht sich der Frauenfußball dem Männerfußball immer mehr an. So kam es jüngst beim Halbfinale im Hessenpokal zwischen dem VfR 07 Limburg und Germania Wiesbaden zu einem Zwischenfall, den man zuvor nur aus dem Männerfußball kannte: Eine Zuschauerin stürmte auf den Platz und prügelte auf eine Spielerin ein, von der sie meinte, sie habe ein Foul begangen. So wird man in Zukunft auch im Frauenfußball über mehr Sicherheit nachdenken müssen. Ein unschönes, wenn auch sicheres Zeichen dafür, dass der Frauenfußball in professionellen Regionen angekommen ist.

Nun müsste nur noch regelmäßig von der Frauenbundesliga berichtet werden, von der der gewöhnliche Fernsehzuschauer kaum etwas mitbekommt. Nicht, weil er es nicht will, sondern, weil es zu wenig angeboten wird. Vermutlich wird der Frauenfußball nie die gleichen Höhen erreichen wie der Männerfußball, aber etwas mehr Professionalität und mehr Geld für Vereine und Spielerinnen würden dem Sport sicher mehr als gut tun.

Was von der WM übrig bleibt

Dienstag, Juli 27th, 2010

Einen Monat lang wurde allen Ortens die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika verfolgt, mitgefiebert, sich aufgeregt, diskutiert. Auch Menschen, die sich sonst nicht für Fußball interessieren, ließen sich in den Bann ziehen. Was bleibt, wenn eine solche Weltmeisterschaft zu Ende geht?

Am meisten beschwert wurde sich über die Vuvuzelas, deren gleichförmiger Klang an einen Hornissenschwarm erinnerte und so nach Meinung der meisten Fernsehzuschauer kein echtes WM-Feeling aufkommen ließ. Die übertragenden Fernsehsender bemühten sich im Verlauf der WM darum, diesen Ton mehr und mehr herauszufiltern, und tatsächlich waren zum Ende hin wieder mehr Fangesänge zu vernehmen.

Ebenfalls viel diskutiert – jedoch bei jedem Ereignis dieser Art auftauchend und insofern nichts Besonderes – die Schiedsrichterleistungen. Der Fernsehzuschauer wird sich wohl nie daran gewöhnen, dass er durch die Kameras sehr viel mehr sieht als die Schiedsrichter auf dem Platz, die keine Dutzende von Perspektiven, Zeitlupen und dergleichen mehr zur Verfügung haben, sondern in Sekundenbruchteilen anhand dessen entscheiden müssen, was sie sehen oder zu sehen glauben. Und selbst wenn dies erkannt wird, so wird dann eben darüber diskutiert, warum es keinen Videobeweis gibt oder wenigstens Torrichter.

Ansonsten stand natürlich die deutsche Nationalmannschaft im Vordergrund. Hierbei fiel dem objektiveren Beobachter auf, wie viel Wert seitens der Medien und des DFB darauf gelegt wurde, die Mannschaft als „jung, frisch und unglaublich sympathisch“ darzustellen, so, als sei der Fernsehzuschauer nicht in der Lage, sich ein eigenes Bild zu machen. Oft hatte man das Gefühl, ein anderes Spiel gesehen zu haben als die Moderatoren, die sich so viel Mühe gaben, alles in einem möglichst positiven Licht erscheinen zu lassen. Es gab doch auch so genügend gute Momente. Wozu eine zusätzliche Beschwörung einer schwarz-rot-goldenen Glücksseligkeit, die spätestens im Halbfinale trotzdem etwas aus dem Takt geriet und durch das Ignorieren der Fans am Frankfurter Flughafen gar einige Risse erhielt? Aber auch dafür wurde eine passende Erklärung geliefert: man habe nicht erwartet, dass so viele Leute zum Flughafen kommen würden. So, als wäre dies ein noch nie dagewesenes Phänomen.

Freude machte die deutsche Nationalmannschaft, die immerhin zu den vier besten Teams der Welt gehört, auch ohne die endlosen „sie sind ja so sympathisch“-Beteuerungen. Es fiel auf, dass bei dieser WM vor allem Teamgeist gefragt war und dass die Mannschaften, die das Stargehabe Einzelner abzulegen vermochten, am Ende ganz oben standen. Bestes Beispiel dafür war Uruguay, die außer Diego Forlán, der als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, nicht gerade Unmengen von Stars aufzuweisen haben. Auch die deutsche Mannschaft präsentierte sich als geschlossenes Team, aus dem vor allem Thomas Müller herausragte, der mit dem Goldenen Schuh für den WM-Torschützenkönig geehrt wurde. Und sogar Holland schaffte es endlich einmal, so etwas wie Teamgeist zu entwickeln und kam damit prompt ins Finale. Auch Weltmeister Spanien gelang es, Starallüren zu unterdrücken und ergebnisorientiert zu spielen.

Ergebnisorientiert ist ein weiteres Stichwort dieser WM. Es ist eine Absage an den „schönen Fußball“. Die deutsche Mannschaft hat Ansätze dazu gezeigt, wie sich Ergebnisorientierung und schöner Fußball verbinden lassen, wenn auch noch nicht durchgängig. Vielleicht ändert sich das ja bei der EM 2012.

Wie groß ist das Interesse an der 3. Liga tatsächlich?

Dienstag, Juli 27th, 2010

Der DFB sieht die 3. Liga als sehr positiv an und zeigt sich zufrieden mit dem bisher Erreichten. Die betroffenen Clubs hingegen sind weit weniger begeistert. Ihnen geht es hierbei weniger um die sportliche Seite als vielmehr um die finanzielle. So sind die Einnahmen durch die TV-Gelder eher gering zu nennen – zumindest, wenn man davon einen professionellen Spielbetrieb mit allen Konsequenzen und Auflagen finanzieren soll – und auch das Sponsoreninteresse ist nicht gerade hoch. Bei manchen Vereinen, wie zum Beispiel Carl Zeiss Jena, geht es inzwischen ums Überleben. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist nahezu Pflicht, und dass, obwohl man aus Kostengründen wichtige Spieler abgeben musste.

Ziel war es, hinter der 2. Bundesliga eine stärkere Fußball-Landschaft zu schaffen. Idee war es auch, die betroffenen Clubs finanziell dabei zu unterstützen. Daraus geworden ist gerade aus Letzterem nichts, was die Vereine in vermutlich größere Probleme stürzt, als wenn sie in einer Amateurklasse spielen würden. Denn die Anforderungen an eine professionelle Mannschaft sind nun mal höher und kostenintensiver als im Amateurbereich.

Der DFB räumt zwar ein paar Probleme ein, meint ansonsten jedoch, mit der 3. Liga auf dem richtigen Weg zu sein. Dies wird vor allem durch eine starke Medienpräsenz und ein großes Interesse im Internet begründet. Aber ist das wirklich so? Schon die 2. Bundesliga hatte von jeher das Problem, eben genau das zu sein: die 2. Geige, für die sich die Medien eher nur oberflächlich interessieren und auf die auch die Fußballfans nur einen flüchtigen Blick werfen, sofern nicht gerade „ihr“ Verein dort spielt. Warum sollte das Interesse an der 3. Liga dann ebenso hoch oder gar höher sein?

Natürlich berichten jene Medien, die sich ohnehin mit Fußball beschäftigen, auch über die 3. Liga. Aber reine Fußballmedien berichten auch über Amateur-, Frauen- und Jugendfußball – ohne einen davon abwerten zu wollen. Es ist nun mal ihre Ambition, den Fußball in seiner gesamten Bandbreite darzustellen. Und sobald sich bekannte Vereine in der 3. Liga tummeln, liegt natürlich auch ein höheres Interesse darauf. Zu behaupten, die 3. Liga sei attraktiver als die 2. Liga oder ziehe ebenso viel oder gar mehr mediales Interesse auf sich, wäre albern. Auch, darauf zu verweisen, News über die 3. Liga hätten im Internet ja viele Klicks, ist kein Beweis dafür, dass sich die 3. Liga bei den Fans einer hohen Beliebtheit erfreut.

Ein Blick in große Fußballforen zeigt: das allgemeine Interesse liegt nachwievor bei der 1. Bundesliga und dem internationalen Fußball. Fans bestimmter Vereine begleiten „ihren“ Verein selbstverständlich auch in die 2. Liga und in die 3. Liga – und wenn es sein muss auch in die Amateurklassen. Dafür sind es schließlich Fans. Und wenn sich dann große Traditionsvereine wie zum Beispiel der FC Hansa Rostock in der 3. Liga wiederfinden, dann interessieren sich Hansa-Fans auch für die 3. Liga. Dies liegt sozusagen in der Natur der Sache.

Aber anscheinend kommen auch mögliche Sponsoren zu dem Ergebnis, dass die 3. Liga eben nicht attraktiv genug ist, um in sie so zu investieren, damit sie für die Allgemeinheit attraktiv wird.

Die Bedeutung des Jugendfußballs

Dienstag, Juli 27th, 2010

Die sehr junge deutsche Nationalmannschaft hat die enorm hohe Bedeutung des Jugendfußballs zuletzt deutlich unterstrichen. Man kann auf Dauer nicht darauf setzen, möglichst viele teure Ausländer in die Bundesliga zu holen. Stattdessen muss die eigene Jugend gezielt gefördert und auch Jugendliche mit Migrationshintergrund integriert werden. Ganz besonders unter dem Gesichtspunkt, dass Sport ganz erheblich zur Integration beiträgt, mehr, als andere Maßnahmen es vermögen. Nichts wird in der Gesellschaft mehr anerkannt als Leistung. Und gerade im Bereich des Sports ist es möglich, eine besondere Leistung erbringen zu können.

Dass die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2010 in Südafrika mit so vielen jungen Spielern angetreten ist, zeigt, dass bereits ein Wandel stattgefunden hat und die Arbeit der letzten Jahre Früchte trägt. Besonders erfreulich ist, dass die Lebensläufe einiger Nationalspieler zeigen, dass es nicht immer das teure Fußballinternat sein muss, um den Einstieg in die Bundesliga schaffen zu können. Weder der FC 07 Bergheim, der Ursprungsverein von Lukas Podolski, noch der FT Gern München, der Heimatverein von Philipp Lahm, gehören zu den „großen“ Vereinen. Es sind vielmehr – im Verhältnis – kleine Amateurvereine, die besonderen Wert auf Jugendarbeit legen. Und genau diese Amateurvereine sind die Eckpfeiler des Jugendfußballs und damit des gesamten deutschen Fußballs.

Die Beispiele einiger aktueller deutscher Nationalspieler machen Mut. Sie sind Anreiz für viele Jugendliche, in einen Verein in ihrer Nähe einzutreten und durch den Sport etwas zu erreichen. Natürlich dürften bei den meisten Traum und Anreiz sein, einmal in der Nationalmannschaft zu spielen. Was den Jugendlichen nicht bewusst ist: es ist auch der indirekte Anreiz, überhaupt etwas aus ihrem Leben zu machen. Teil einer Gemeinschaft sein, bedeutet Teil der Gesellschaft sein. Fußball bedeutet auch, Regeln zu lernen und diese zu akzeptieren. Sport bedeutet, sich Ziele zu stecken und diese zu erreichen. Und wenn dies in diesem Bereich gelingt, so gelingt es womöglich auch in anderen Bereichen des Lebens.

Und trotz dieser positiven Signale: noch immer wird zu wenig in den Jugendfußball investiert. Besonders die „kleinen“ Amateurvereine sind davon betroffen. Im Jugendbereich sind es oft die engagierten, leidenschaftlichen Trainer, die einerseits ausschlaggebend und richtungsweisend sind, andererseits ihrer Aufgabe ehrenamtlich nachkommen. Zwar sind zumeist jene Menschen besonders motivierend und fleißig, und doch ist es schade, dass ihnen so wenig Anerkennung zukommt.

Ihre Tätigkeit geht zumeist weit über Fußballtraining hinaus. Gerade in sozialschwächeren Vierteln ist ein Jugendtrainer oft auch Ersatzvater, Vorbild und Sozialarbeiter. In Vierteln mit einem hohen Anteil an Hartz-IV-Empfängern, Arbeitslosen und Familien mit Migrationshintergrund müssen Vereine Lösungen dafür finden, dass die Jugendlichen überhaupt professionell Fußball spielen können, denn schon der monatliche Vereinsbeitrag oder Fußballschuhe stellen mitunter eine unüberwindbare finanzielle Hürde dar. So werden fehlende Vereinsbeiträge schon mal damit beglichen, dass die Jugendlichen beim Aufräumen oder Saubermachen helfen. Auch andere Probleme müssen gelöst werden, sich wachsender Gewaltbereitschaft entgegen gestellt werden.

Mit diesen Problemen sollten gerade diese Vereine nicht allein gelassen werden. Nicht so sehr um der Vereine willen, sondern wegen des deutschen Fußballs an sich. Der erste Schritt ist gemacht, die erste Ernte bereits eingefahren, aber das große Ziel noch lange nicht erreicht.